Montag, 3. Juni 2019

Frühlingssträucher in den Highlands: Attadale Garden

Heute ist das schlechteste Wetter dieser Woche vorhergesagt. Viel Regen und 10 Grad C. Tatsächlich ist es am Morgen weitgehend trocken und es kommt auch zwischendurch nur ein bisschen Nieselregen. Aber die Sonne lässt sich kaum blicken und es ist stürmisch. Auf dem Meer ( Loch Carron) sind heftige Schaumkronen, wind von 55 km/Std ist vorhergesagt. Wir fahren heute entlang des Loch Carron ( ein Sea Loch) zum Attadale Garden.
“ Started by Baron Schroder in the late 19th century, hill paths meander through 20 acres of conifers and rhododendrons.Totally transformed after the 1980 storms by owner Nicky Macpherson, it is an artist’s garden designed to frame the magnificent views of Skye and the surrounding hills. Waterfalls, Monet bridges, meconopsis, bamboo and candelabra primula are reflected in dark pools, and sculpture lurks in unexpected places.( Website Visit Ross-Shire).
Im zurück haltenden Licht der grauen Wolken leuchten die Farben der Rhododendren, Azaleen, Schlüsselblumen und Iris um so mehr. Eine Besonderheit, auf die man stolz ist -vor allem im Wettbewerb mit den Konkurrenten- sind die tiefhellblauen Mohnblumen. In der alten Rhododendron Schlucht hat der heftige Wind einen baumhohen Rhododendronbusch mit wunderschönen dunkelrot lilafarbenen Blüten einfach umgemetzelt. Die Gärtner räumen die Äste weg und meinen traurig, dass meine Fotos wohl die letzten dieser wunderbaren Pflanze seien.
Vom Garten aus fahren wir nach Kyle of Lochalsh zum Coop Supermarkt und auf der Suche nach einem Café, dass dann auch gleich überfüllt ist. Es regnet gerade und windet und irgendwelche Attraktionen ( oder Läden abgesehen von der KoL Woolen Mill, die alles Mögliche und Andenken verkauft) gibt es auch nicht.  
Wir fahren daher nach Duirinish in das Croft Café, bekommen den letzten freien Tisch und trinken Kaffee und essen Kuchen. An der Wand erzählen Fotos vom Dorf , wie es einmal war. Das Café ist in der Scheibe von Granny  Duirinish, die, würde die  noch leben,  nach der Beschriftung mit ihrer Freundin die beste Kundin wäre.
Am Ende des Ausflugs ist in Plockton Ebbe und ich kann noch auf die Insel laufen. Da dir anderen warten, kann ich die blaue Doppelbank  nicht nutzen. Wäre auch ein bisschen ungemütlich bei dem pfeifenden Wind! 
Dafür sitze ich jetzt mit einer Tasse Tee am Kamin! 























Kaminfeuer!

Sonntag, 2. Juni 2019

Single Track Roads mit tierisch viel Betrieb

Heute morgen regnet es ganz ordentlich. Armin möchte lieber Autowandern, als in einen Garten gehen. Wir fahren also einmal um die Applecross Halbinsel herum, den ersten Teil von Kishorn aus über die berühmt berüchtigte und sehr instagram-beliebte ( in Kishorn steht eine mit Fähnchen verzierte rote Telefonzelle für Selfies)   Straße Bealach na Ba ( Pass of the cattle), eine alte Viehtreiberstraße. Inzwischen ist das Warnschild (u.a.: not for learner drivers) fast vollständig mit Stickern überklebt. 11,4 Meilen atemberaubende Szenerie, wenn man nicht gerade durch tiefe Wolken fährt und eigentlich gar nichts sieht. Aber fahrtechnisch die größere Herausforderung, die nicht alle, die uns begegnen richtig meistern . Das Rückwärtsfahren, wenn es keine Bankette gibt und entweder eine Bruchkante  oder einen Abgang ist nicht so
einfach!
Kurz vor Applecross bricht die Wolkendecke vollends auf und wir haben  bis zum Abend Sonne. Jetzt um neun fegt eine Schauer nach der anderen über unser Cottage.

Nach einem Lunch Stop im Applecross Inn fahren wir nun rund um die Halbinsel  auf der Küstenstraße weiter, die ebenfalls “breathtaking “ ist und bei Sonne ganz tolle Ausblicke auf die umliegenden Bergketten und natürlich das Meer gewährt. Immer wieder wilder pinkfarbener Rhododendron, eine ganze Insel ist bedeckt davon. Auf der Straße Schafe und Kühe. Bilderbuchschottland par excellence.

Ein schneller Einkauf im Sparmarkt von Lochcarron ( voted best in UK)  und dann im strahlenden Sonnenschein noch ein kleiner Spaziergang durch Erbusaig!


















I take the high road

Heute geht es von Edinburgh einmal quer durch das Land und in den Nordwesten nach Western Ross-shire. Das liegt etwas nördlich von Inverness und an der Westküste, auf dem Festland gegenüber der Isle of Skye. Mit dem Umweg entlang des Loch   Lomond ( high road und low road...: Googeln: Runrig und Loch Lomond  auf Youtube)  sind es etwa 220 Meilen.

Loch Lomond wird und wurde von den Romantikern des 18. Jht bis heute als „romantisch“ beschrieben. Für mich ist  der mit 39 Km längste Fluss Schottlands einfach ein See mit hohen Mittelgebirgsrücken drumherum und einer netten Uferstraße. Die richtigen Highlands kommen erst noch und das wilde Schottland damit auch erst ab Crianlarich und vor allem mit dem eindrucksvollen Glencoe. Das Wetter ist auch richtiges Wetterwetter, aber überwiegend trocken mit einer wunderbar klaren  Luft!
In Fort William machen wir Mittagspause im Café „wildcat“ , das ich in meiner coffeehouse Scot App gefunden habe. Die Einträge darin werden immer spärlicher, je weiter es nach Norden geht. The Wildcat ist eine Kaffeerösterei mit einem schönen eklektisch eingerichteten veganen Cafebetrieb! Empfehlenswert!
Bald schon geht es  von der A 82 auf die A 87, weiter westlich in Richtung Kyle of Lochalsh and beyond!
Bernd und Gertrud wohnen in unserem Lieblingsort Plockton und wir im 6 km entfernten Erbusaig.
Die Wolken reißen auf und viele kleine Inseln und Boote spiegeln sich im Abendlicht!

Die Fotos sind übrigens nicht in der richtigen Reihenfolge, ich tippe den Blog immernoch auf dem I Phone und Apple Touch Screen Geräte sind keine Freunde des Google Blogspots...!