Erstes improvisiertes Urlaubsfrühstück: Ich hatte gestern in einem M&S Food Store in einer Autobahnraststätte ein paar Basics gekauft, damit wir nicht noch vor Ort einen Supermarkt suchen müssen. Weiche Vollkorn Brötchenartige ( Baps) , Brioche, Brie, Butter, die dann doch Käse war, Beeren, etwas Milch und zweimal indische Linsensuppe. Heute morgen fehlt die leider die Butter, aber der Bacon hat einen kleinen Fettrand und mit niedriger Hitze bekomme ich den ausgelassen und den Bacon knusprig. Es geht kaum was zum Frühstück über ein weiches Brötchen mit knusprigem Bacon zum Kaffee oder Tee. Außer vielleicht noch ein weiches Brötchen mit Butter und Bacon. Die Erdbeeren sind dann der gesunde Teil.
Nach dem Frühstück spaziere ich über das Village Green noch zur kleinen Ortskirche All Saints, denkmalgeschützt und aus dem 13-16. Jhrdt. Die Häuser auf dem Weg sind picture postcard perfect. Ich gucke mit der Pflanzenbestimmungsapp nach, wie die Tausende gerade blühenden Doldenblütler heißen. Gestern hatte ich Wilde Möhre geschrieben, aber diese hier sehen filigraner aus. Es ist Wilder Kerbel, Cow Parsley.
Jede Straße hier und jeder Feldweg haben gerade einen weißen Spitzensaum vom wilden Kerbel!
Von einer Bank aus entdecke ich, dass auf vielen Grabsteinen der Klarname steht, aber darunter ganz oft in Gänsefüßchen der Spitzname. So erfahre ich zum Beispiel, dass Dorothy Honey “Doll” genannt wurde und ihr Mann Albert Joseph Thomas “Sonner” genannt wurde.
Vom Friedhof aus kann man weiter wandern, der Weg geht aber über eine Weide und die ist voller Kühe mit Kälbchen. Mit denen lege ich mich vorsichtshalber lieber nicht an. Außerdem muss ich langsam mal zurück, wir wollen einen Ausflug machen!
Es ist noch nicht endgültig geklärt, ob wir heute ein weißes Pferd oder einen Säbelzahntiger gesehen haben, sicher ist aber, dass die Abbildung aus der Bronzezeit stammt. Für die Zwecke dieses Blogposts unterstellen wir einmal, dass die ersten schriftlichen Quellen hierzu ( aus dem 14. Jahrhundert) , die behaupten, es könne sich nur um ein Pferd handeln, richtig sind.
Ich kann mir selbst - und als Foto- vor Ort jedenfalls kein vernünftiges Bild machen, da aus keiner Perspektive das ganze Werk zu erkennen ist.
Die unbekannten Bronzezeitkünstler haben die Umrisse des Pferdes in einen flachen Abhangteil auf einem Hügel in den Kalksteinboden geritzt. Die Ritzen wurden mit kleinen Kalksteinteilchen gefüllt, so dass sich haltbare, dicke Linien deutlich vom grünen Grund absetzen. Von oben kann man nur Teile sehen und von unten ebenfalls, da der darunter liegende Abhang weiter vorsteht. Ein Vogel müsste man sein, oder eine Drohne.
Das Gesamtbild ist 110 m lang, folgt man dem Link, kann man bei Wikipedia ein Luftbild sehen: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Uffington_White_Horse
Die Entstehung des eingeritzten Bildes lässt sich nicht genau datieren, nach Wikipedia ist das irgendwann zwischen 1380 and 550 vor Christus gewesen. Danach begann die Eisenzeit, in deren Verlauf das nebenan gelegene Uffington Castle erbaut wurde. Es handelt sich dabei im eine runde Befestigung in Form eines Walls.
Es gibt im UK noch weitere “White horses”, die sind aber alle später entstanden, haben sich jedoch an diesem ersten Pferd orientiert, aber es abweichend gestaltet. In der zuvor genannten Quelle zitiert Wikipedia die Zeitung Guardian wir folgt:” The Guardian stated in 2003 that "for more than 3,000 years, the Uffington White Horse has been jealously guarded as a masterpiece of minimalist art."
Das älteste Pferd ist so gesehen gleichzeitig das Modernste!
Man kann kreuz und quer über den White Horse Hill wandern, immer hat man einen phantastischen Weitblick über die von Feldern und Hecken geprägte Landschaft.
Weiter geht es nach Buscot Park. Das Herrenhaus ist noch (zumindest) im Besitz der bisherigen Eigentümer, aber dem National Trust in der 1950ern zumindest für die Zukunft, aus Steuergründen vermutlich jetzt schon übertragen. . Die alten Eigentümer bewohnen und bewirtschaften den Besitz aber noch selbst.
Ich kopiere die Infos zur Geschichte des Besitzes einmal als Zitat ein, da eine Zusammenfassung auf dem IPhone zu tippen etwas schwierig wäre.
It was built in an austere neoclassical style between 1780 and 1783 for Edward Loveden Loveden. It remained in the family until sold in 1859 to Robert Tertius Campbell, an Australian. Campbell's daughter Florence would later be famous as Mrs Charles Bravo, the central character in a Victorian murder case that remains unsolved to this day. On Campbell's death, in 1887, the house and its estate were sold to Alexander Henderson a financier, later to be ennobled as Baron Faringdon.
Following the death of the 1st Baron in 1934, the house was considerably altered and restored to its 18th-century form, by the architect Geddes Hyslop, for his grandson and successor, Gavin Henderson, 2nd Baron Faringdon, during this era, the art collection founded by the 1st Baron was considerably enlarged, although many of the 1st Baron's 19th-century works of art were sold immediately following his death.
The house and estate was bequeathed to the National Trust in 1956. The contents (which include works of art by Rembrandt and Burne-Jones) are owned by the Faringdon Collection Trust. The house is occupied and managed by the present Lord Faringdon. The mansion and its extensive formal and informal gardens and grounds are open to the public each summer.
Das Haus ist daher nicht immer zu besichtigen, aber wir haben Glück, es ist heute offen!
Am Besten gefällt mir der sehr große, symmetrisch angelegte Walled Garden mit den nach außen offenen Achsen mittig auf gegenüberliegenden Seiten. Diese Achsen werden betont durch eine einheitliche Bepflanzung, es sind derzeit meine Lieblingsblumen, Allium. Mein Lieblingsbild im Haus ist ein als kleiner Straßendieb verkleideter Merkur, gemalt von Sir Joshua Reynolds.
Ein Einkauf, diesmal auch der Butter beschließt den Ausflug!
|
Weizenvollkorn |
|
Bacon |
|
Blick vom Spülbecken aus |
|
Frühstück |
|
Village Green Weg, Dorfkirche in Goosey |
|
Haus neben der Kirche |
|
Die Kirche All Saints |
|
Der public footpath ( Kühe) |
|
Wiesenkerbel am Village Green |
|
Armin auf dem White Horse Hill |
|
Blick in die Weite vom Hill |
|
Sichtbare Fragmente White Horse |
|
Uffington Castle |
|
Nochmals die Aussicht |
|
Bodenwellen |
|
Noch mehr weißes Pferd |
|
Eine Kultstätte (?) unterhalb |
|
Pferde Kreide |
|
Armin am Uffington Castle |
|
Schafe auf dem Hügel |
|
“Bunting” Wimpel in Faringdon |
|
Fahnenschmuck zur Krönung |
|
Farringdon Markthalle |
|
Buscot Park Herrenhaus |
|
Walled Garden |
|
Echium Piniana |
|
Achse im Park |
|
Allium |
|
Allium |
|
Allium |
|
Allium |
|
Iris |
|
Alliumborde |
|
Terracotta Krieger, Buscot Park |
|
Terrakotta Krieger |
|
Die andere Achse, Buscot Park |
|
Buscot Park Manor House |
|
Buscot Park |
|
Buscot Park |
|
Welcher Boris Johnson? Peppa? |
|
Der Merkur als Dieb |
|
Swimming Pool Buscot |
|
Murals |
|
Schon wieder auf einer Bank |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen