Mittwoch, 3. Januar 2018

Brighton und die vergebliche Suche nach dem Prüfungsoutfit

Heute morgen der Tag von gestern.
Wir bleiben erst einmal im Oast House, Juliane und Stefan sind schon nach Brighton losgefahren, um in Ruhe einkaufen zu gehen. Tjorven und ich hören unterdessen Matilda von Rosld Dahl, eine Wiederentdeckung , ich hatte die Knüppelkuh und Fräulein Honig schon ganz vergessen.
Um Zwei sind wir in Brighton und ich gehe mit Tjorven in das Sourdough Café . Es gibt für Tjorven Kakao mit Marshmallows und Pfannkuchen und für mich Tee und einen Carrot Cake. Dann treffen wir um drei vor dem Royal Pavilion die anderen und Tjorven und Stefan machen sich auf den Abweg zum Spiel. Unterdessen versuchen wir im Sale einen Prüfungshosenanzug zu erstehen, was grandios misslingt. Jacket passt, Hose nicht oder ein Teil fehlt oder es ist alles ausverkauft. Schade. Brighton ist eine meiner Lieblingseinkaufsorte überhaupt, da es ganz viele individuelle Läden gibt, unzählige Cafés und Restaurants und auch eine ordentliche Anzahl der üblichen Kettenläden.
Während wir erfolglos auf der Jagd sind, verbringt Stefan eine gute Zeit mit Tjorven auf dem Pier, unter anderem mit dem Werfen von Pennies in diese Automaten, die das Geld in eine Rinne schieben und wo immer nur ein Milimeter fehlt.... .
Am Himmel ist wieder die abendliche Wolkenbildung der Stare rund um den noch beleuchteten Pier zu beobachten.
Wir fahren mit Juliane gegen fünf zurück in Richtung  Ferienhaus und kaufen in Lewes noch ein.
Kurz vor der Essotankstelle in der Nähe des Ferienhauses ruft uns Stefan mit Tjorven aus seinem Auto an. Er ist noch in Brighton, gerade aus dem Parkhaus gefahren und .... hat einen Platten. Wir kehren um, der britische Automobilclub benötigt etwa zwei Stunden ab da. An der Uferstraße in Brighton setzen wir Juliane ab und  nehmen Tjorven mit, wir dachten, das wäre für sie weniger langweilig und wärmer sowieso. Aber weit gefehlt: Tjorven will UNBEDINGT zum Auto zurück und den Abschleppwagen nicht verpassen. Letztendlich fahren wir mit Juliane noch eine Runde auf der Suche nach einem Café oder Pub zum Warten und Tjorven bleibt bei Stefan und hält Abschleppautowache. Stefan wird in das Lenkrad gebissen haben bei der 25.Wiederholung der Haferhorde-CD. Wir haben aber auch Pech, in Hove gibt es jede Menge Pubs und Lokale, aus denen freundliches, warmes Licht leuchtet, aber leider keinen Parkplatz.,Under der Costa  im Tesco macht gerade zu...! Wenigstens haben wir noch schnell ein Baguette im Laden mitgenommen, gegen den größten Hunger. Zurück beim BMW kommt auch schon bald der AA Mann. Leider nur mit einfachem Van und ohne Abschleppauto. Der Reifen läßt sich wegen eines fingergroßen Risses leider nicht flicken. Nach einigen Versuchen montiert der AA Mann ein Notradban den BMW und fährt vor uns her nach Shoreham ( gefühlt bis Portsmouth), wenigstens ist es im Auto warm , nicht wie der schneidende Wind mit peitschendem Regen an der Seafront. Dortbhatte der AA Mann nämlich endlos auf seiner Google Maps App herumgetippt,bis er eine Reifenfirma gefunden hat, die sein Wohlgefallen hatte und einen Parkplatz für die Nacht.
Dort angekommen, wurde der kaputte Reifen wieder montiert und der AA Mensch verschwand mitbdemmNotreifen ( seinem, der BMW hat keinen) in die dunkle Nacht. Wir sind erst nach 22 Uhr zurück und haben glücklicherweise ein Indian Meal Deal Paket von Tesco dabei. das ist schnell aufgewärmt!

Brighton Pavilion


Tea Time im Sourdough Cafe

Tjorven auf dem Pier

Der AA Mann

Promenade in Brightn
Weihnachtslichter Brighton North Street
Brighton, East Street
Brighton The Lanes
Sourdough Café 
Tea Time 
Brighton Pier 
Murmuration of Starlings

Dienstag, 2. Januar 2018

Eastbourne und Beachy Head

Hier kommt die Fortsetzung von gestern. Wir fahren also nach dem Frühstück ( ...13.30-14 Uhr) los in Richtung Eastbourne ,die Wetter App sagt, dass um 15 Uhr die Regenwahrscheinlichkeit auf 45 % sinkt und  um 17 Uhr sogar auf 12. Auf dem Weg nach Eastbourne ist es noch grau, es regnet unverändert und zwischendurch auch mal mehr. aber,um Gertruds Vater zu zitieren : Dahinten wird es hell. Jedenfalls mit sehr viel Wohlwollen. Wir parken in Eastbourne an der Promenade neben dem alten Bandstand, auf dem am Morgen ein Neujahrskonzert gegeben wurde. Es ist immernoch grau, aber es regnet nicht mehr. Wie viele andere, die die Sylvesterspinnweben aus dem Kopf verjagen wollen ( bei uns allerdings ging es sehr zivil zu) , gehen wir die Promenade entlang, Zielrichtung Pier.
Und plötzlich bricht im Südwesten die Sonne durch die Wolken und es bestätigt sich wieder einmal, dass England im Sonnenschein eines der schönsten Länder überhaupt ist.
Der Eastbourne Pier wurde vom Pier Architekten Eugenius Birch erbaut und im Jahr 1872 eröffnet.,Die Stützen sind aus Metall und man fragt sich, wie sie schon solange den Stürmen im Ärmelkanal standhalten könnten.
Der Pier hat ein paar  Ecken mit den üblichen Spielautomaten, Zuckerwatte und Fish & Chips, Bänke und Ein Jazzcafe, in dem man auch Schaumparties  oder CO2 Parties für den Junggesellenabschied buchen kann. ( ‚Beim Verlassen des Piers am Abend bitte leise sein‘ -steht innen über dem Pierausgang). Anybody: Was sind cO 2 Parties?
Plötzlichkeit scheint die Sonne so, dass das Meer auf der linken, nicht Gegenlichtseite, in milchigem hellgrün erscheint und sich die Stelzen und Aufbauten des Pier als lange Schatten darstellen. Einen Kontrast dazu stellen die Ultramarin angemalten Bänke, Säulen und Geländer dar.
Von Eastbourne aus geht es die Küstenstraße weiter zum Beachy Head, ein Muss jeder Sussexreise und so waren  wir schon bei jedem Wetter da. In Eastbourne war es fast warm, aber hier, auf der höchsten Kalkklippe des Landes ( 164 m) weht ein eisiger Wind. Dies hält the natives nicht ab, durchaus auch einmal nur im Pulli herumzulaufen oder im offenen Cabrio zu fahren.
Hier gibt es mehr Infos zu Beachy Head:
Beachy Head ist eine Landspitze an der englischen Südküste in der Nähe der Stadt Eastbourne in East Sussex. Der Kreidefelsen, Teil der South Downs, ist mit 162 m über dem Meeresspiegel der höchste in Großbritannien. Ihm schließen sich die Seven Sisters genannten sieben weiteren Kreideklippen an.
Der Name hat nichts mit englisch beach (Strand) zu tun. Die Klippe wurde 1274 mit französisch Beauchef (schönes Kap), 1317 mit Beauchief und ab 1724 mit Beachy Head bezeichnet.
Die gute Sichtbarkeit von Beachy Head vom Meer macht ihn zu einer Landmarke für Schiffe auf dem Ärmelkanal. Gleichzeitig stellte der Felsen eine Gefahr für die Schifffahrt dar. 1831 begann man deshalb einen ersten Leuchtturm, das sogenannte Belle Tout Lighthouse, auf einer Klippe knapp 2 km weiter westlich zu errichten. Der Leuchtturm wurde 1834 in Betrieb genommen. Da er bei Dunst und niedrigen Wolken schlecht zu sehen war, wurde ein neuer, 43 m hoher Leuchtturm im Meer vor Beachy Head gebaut, der im Oktober 1902 fertiggestellt wurde. Sein Licht ist bis in eine Entfernung von 26 Seemeilen (42 km) sichtbar. Das Belle Tout Lighthouse wurde außer Dienst gestellt und wird seitdem privat genutzt. Es musste wegen der Erosion des Felsens 1999 etwa 17 m landeinwärts verschoben werden. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Beachy_Head
Wir fahren in den Sonnenuntergang hinein durch Birling Gap, East Dean und entlang des Cuckmere Valleys, immer entlang der Seven Sisters Kreidefelsen, deren Panorama am besten von den Küstenwachencottages aus zusehen wäre, da käme man aber nur mit einer kleinen Wanderung hin. Wir wollen aber nur noch Sitzheizung und die Aussicht auf einen heißen Tee und Kuchen.

Möwe in Eastbourne
Auf dem Pier von Eastbourne: Fish &
Chips

Die Verzierung am Geländer des Piers spiegelt sich in einer Pfütze
Ultramarinblaue Bänke
Bank auf dem Pier
Der Pier wirft seine Schatten voraus
Plötzlich Sonne!
Wind und Sonne und Heike auf dem Pier
Blick nach Westen
Blick nach Osten
Bandstand in Eastbourne auf der Promenade
Beachy Head
Landschaft bei den Seven Sisters
Kreidefelsen im Abendlicht
Strand von Eastbourne
Seven Sisters

In Eastbourne kommt die Sonne durch

Heute ist es so spät geworden, dass ich nur zwei Fotos von der herrlichen Verwandlung des Regenhimmels hin zu strahlendem Sonnenschein schicke! Welche wunderbare Wirkung Sonne nach dem Regen hat! Morgen früh mehr!

Eastbourne Pier im Regen
Eastbourne Pier nach dem Regen

Montag, 1. Januar 2018

Hogmanay - Hug Many - Sylvester im UK

Der Sylvestertag findet unter einer riesigen Regenwolke statt. Wir fahren nach Lewes, um bei Waitrose noch Lebensmittel einzukaufen und dann ist der Plan zum Birling Gap mit dem Blick auf die 7 Sisters Klippen zu fahren. In Lewes angekommen, prasselt der Regen mit voller Kraft und die Zufahrt zum Waitrose Carpark ist völlig verstopft. Auch gut, denn schon auf dem Weg vom Parken zum Supermarkteingang wäre man klatschnass geworden. Wir fahren durch die mittelalterliche Hauptstraße von Lewes weiter und dann in Richtung Eastbourne. Noch ist in dieser Fahrtrichtung die vierspurige Straße frei,aber bereits jetzt sind die beiden linken Spuren unter einem See verschwunden. Auf unserem Rückweg ist diese Fahrtrichtung dann schon gesperrt.
Wir kaufen in Eastbourne ein und Armin ist der Auffassung, dass es am Schachbrett immwarmen Esszimmer jetzt an sich gemütlicher wäre und deshalb fahren wir zurück. Juliane, Stefan und Tjorven unterdessen sind auf dem Weg nach Bexhill-on-Sea, da Tjorven sich auf den Strand freut. Als sie parken, fängt es an zu schütten, außerdem stellen sie fest,dass Juliane ihre Jacke vergessen hat. Gute Gelegenheit zur Minimall in Richtung Eastbourne zu fahren, wo es einen Marks & Spencer und einen Next gibt. Um einen Mantel reicher ( nicht wasserfest, aber warm) geht es danach zurück nach Bexhill und Tjorven freut sich - trotz Regen-am Meer entlanglaufen und - springen zu können. Außerdem kann Tjorven bei Next endlich ein TShirt mit Wendepailletten kaufen..! Nach einer Teepause geht es dann zurück zum Oast House.
 Im Mittelpunkt des Tages steht der AGA, wobei unser Beinscheiben slowcooking grandios nicht klappt. Macht nix, der Rest ist lecker. Und gestern war schon die sensationelle Schweineschwarte.
Ein AGA ist das Herz des Hauses, Heizung, Dauerwärme, Trockenmöglichkeit für Wäsche und Lieblingsplatz des Hundes.
Wer jetzt neugierig geworden ist, findet hier eine gute Demonstration zum AGA Ofen: https://m.youtube.com/watch?v=kxRp9b1yFGA
Statt vieler Landschaftsbilder gibt es heute Fotos von den Aktivitäten in der Landhausküche. Tjorven: Wann geht die Party denn jetzt eigentlich los?
Happy New Year everybody mit der Auld Lang Syne: https://m.youtube.com/watch?v=yuczsqBkZBI

AGA Cooking
Full English Breakfast
Sausages und Sunny Side Up
Tjorven malt die Blumenvase
Landhausküche Allen´s Farm Oast
TShirt mit Wrnde-Pailletten
New year´s Eve Dinner
Knallbonbons
Dinner Party
Königin Juliane von Five Ashes
Hug Many statt Hogmanay
Big Ben
BBC 1 um Mitternacht
Spät geworden!



Samstag, 30. Dezember 2017

Allens Farm Oast House - Immer wieder schön! 

Gestern sind wir zum vierten Mal zu einer Sylvesterreise nach East Sussex und zu Allens Farm Oast House aufgebrochen. Davor waren wir 2012, 2013 und 2014 hier! Ein Oast House ist eine Hopfendarre mit einem typischen, spitzen und runden Turm.
An Oast House is a building used to dry fresh hops before they are sent to the brewers, to be used for flavouring beer. Beer was not produced within the oast house itself, but some malthouses (breweries) did incorporate drying kilns for drying barley for malt.  A typical Oast House consisted of the 'oast' and the 'stowage'.The oast was a kiln, with a plenum chamber fired by charcoal at ground floor and the drying floor directly above. The steep pitched roof channelled the hot air through the hops to the top. A cowl on the top of the roof allowed the hot air ('reek') to be drawn up through the kiln in a vacuum effect. The cowl pivoted to control the air extraction and stop rain getting in. The stowage, was the barn section, it had a cooling floor and press at first floor and storage area at ground floor. The dried hops were taken from the drying floor to cool and be packed using a hop press. The press packed hops in a large sack called a 'pocket' suspended to the ground floor where the pockets were stored to await collection. http://www.geograph.org.uk/article/Oast-Houses
Ein Schlafzimmer (das im runden Turm unten) war also die Feuerstelle und das große Schlafzimmer darüber mit dem hohen Turm war der Raum mit dem Trockenboden, durch die sich drehende Öffnung wurde die heiße Luft nach oben gezogen, durch die Krümmung der Öffnung der Regen abgehalten. Auch in unserem Turm dreht sich die weiße Haube und das Drehgestänge darunter schwebt bedrohlich über dem Bett.
Das Herz des Hauses ist die Landhausküche mit ihrem großen AGA Ofen, der bei unserer Ankunft kalt war. Glücklicherweise ist er aber nicht kaputt, sondern es war nur vergessen worden, ihn anzustellen. Unsere Vormieter  hatten ihn merkwürdigerweise  nicht gewollt.
Jetzt brennt  er wie immer, heizt die Küche und hat heute Abend die beste Schweinekruste der Welt produziert.
Heute fahren wir nach dem Frühstück nach Tunbridge Wells , um beim Metzger Spaight Fleisch für Sylvester zu kaufen  und uns in der Royal Victoria Mall einen Überblick über das Weihnachts Sale Programm zu verschaffen.
Zurückgekehrt zur Farm gehe ich mit Tjorven spazieren, sie zeigt morbide Kuh Sophie, die Kälber und die „Ochsen“, bei denen ich aber den Verdacht habe, es könne sich um veritable Bullen handeln. Weiter geht es den Hügel hinauf über die Schafwiesen hinein in die frühe Dämmerung. Die Wiese ist aufgeweicht, voller Matsch und Stolperfallen. Tjorven lernt Farmtore öffnen und schließen, über ein Stile zu klettern, ohne sich am Stacheldraht zu verletzten und wir beobachten den Vollmond, der immer wieder von jagenden Wolken verdeckt wird. Den Rundweg finden wir nicht und ich beschließe nach ausführlicher Diskussion von Tjorvens Vorschlag über ein Tor zu klettern und den Hang über eine andere Wiese  herunter zu gehen, lieber doch auf dem selben Weg zurückzugehen. Better safe than sorry.
Zurück am Haus, erweist sich da Außenwaschbecken als grandiose Einrichtungen und wir waschen mit Schwämmen den Lehm ab. Ich hatte wenigstens Gummistiefel an...! Den Rest des Tages wird in verschiedener Besetzung gearbeitet, gekocht, vorgelesen und gespielt.
Morgen ist Sylvester. In Tunbridge Wells ist Party auf den Pantiles mit „Hug Many“ Motto ( Wortspiel mit Hogmanay). Aber wir werden allenfalls einmal ein Schaf blöken hören. Aber um Mitternacht schlafen die auch tief und fest.

Französische Küste bei Calais
Der Wolf/Schlittenhund
Landhausküche Allen´s Fram Oast House
Hopfendarre
Hopfendarre - Oast House
The Pantiles, Tunbridge Wells
Peter Spaight, The Butcher, Tunbridge Wells
Tunbridge Wells
Kleiner Abend-Matsch-Spaziergang
Immer essen
Fast schon Vollmond - Blaue Stunde
Pork Roast & Crackling