Donnerstag, 28. Juli 2016

Franeker in Friesland-Kurztrip in die Niederlande

Keine Termine am Wochenende, kurze Entscheidung einfach nach der Arbeit für drei Nächte in die Niederlande zu fahren. Holland war schon (Schulferien!) ziemlich ausgebucht und damit auch voller Leute, daher habe ich vorgeschlagen, dass wir ein bisschen weiter fahren und uns in Friesland (NL) umschauen.
Ich hatte dann eine Wohnung in Franeker gebucht, dieser nette Ort mit langer Geschichte liegt etwa 8 km nordöstlich von Harlingen und etwa 6 km vom Wattenmeer entfernt.

Bis Amsterdam ist die Wegstrecke unspektakuläre Autobahn mit wenig spannenden Ausblicken. Ich frage mich nur, warum das Navi uns über Amsterdam leitet, da sich zwischen Amsterdam und Harlingen definitiv das IJsselmeer befindet und der Jaguar ist alles mögliche Tolle, aber kein Amphibienfahrzeug. Des Rätsels Lösung ist ein Deich, der "Afsluitdijk", über den die Autobahn A7 führt.
Der Abschlussdeich ("afsluitdijk") ist ein 32 Kilometer langer Deich, der die Provinz Nordholland mit der Provinz Friesland verbindet. Er wurde zwischen 1927 und 1933 als Hauptelement im Rahmen der „Zuiderzeewerke“ erbaut. Mit der Fertigstellung des Abschlussdeichs wurde die Zuiderzee (die „südliche See“) zum Süßwassersee IJsselmeer. (Quelle: http://www.holland.com/de/tourist/artikel/abschlussdeich.htm)


Auf der anderen Seite liegt Kornwerderzand. Links ist das Wattenmeer, das aber vom Deich verdeckt ist. Ab und zu spazieren Schafe hintereinander über den Deichkamm. Auf der rechten Seite (also der richtigen für unser Sichtfeld) liegt das IJsselmeer. Durch die  tiefhängenden Wolken und die milchige Sonne verschwimmt der Horizont und man kann Wasser nicht von Himmel trennen. Die Farbe ist ein graustichiges Weiss. In Richtung Friesland sieht man aufgetürmte Kumuluswolken. Entlang des  Ufersaums  stehen immer wieder Stelzen zwischen denen Netze befestigt sind. Die Anordnung entspricht ein wenig einem riesigen T, mit dem Querbalken zum offenen Wasser und dem Längsbalken zum Ufer hin! Ein zeitverlorenes Bild. Diese Fischfanganordnung könnte überall auf der Welt sein.

Hinter Kornwerdersand zieht sich die Fahrzeit ,  in Gewächshäusern neben der Straße werden Paprikaschoten gezogen.

Gegen 17.15 Uhr kommen wir nach Franeker und sind angenehm überrascht. Nicht, dass wir uns etwas anderes vorgestellt hatten, nur eben mangels näherer Kenntnis hatten wir so gar keine Idee. Es ist ein sehr netter, überschaubarer, aber nicht winziger Ort mit einer ordentlichen Anzahl Geschäften, Cafés und Restaurants, jeder Menge Wassergräben, Boote und der schöner alter Häuser. In einer Art Stadion wird ein Ballspiel gespielt, bei dem Handschuhe und ein Ball eine zentrale Rolle spielen - und ein Spielfeld aus Gras. Es handelt sich aber weder um Cricket, noch um Baseball, sondern es ist eine typisch friesische Sportart. 3 Spieler auf jeder Seite! Ich muss noch herausfinden, wie das Spiel heißt.

Franeker hat etwa 13.000 Einwohner und ist einee der 11 historischen Orte in Friesland, die sich gemeinsam als interessante Ziele einer Rundfahrt vermarkten.

Unsere Unterkunft "Martena Tuinhus" liegt mitten im Ort, aber ruhig im Garten (siehe Name) auf der Rückseite des Museums Martena, einem stattlichen Stadthaus aus dem Mittelalter im Burgdesign.
Zum Gartenhaus gelangt man durch einen ab 18.00 Uhr für die Öffentlichkeit geschlossenen schmiedeeisernen Tor zwischen dem Haus der Eigentümer und dem Museum. Am Gartenhaus vorbei führt ein Weg durch einen Garten mit hohen Bäumen und Hortensien, in den wir von unserem Balkon herunterschauen. Die Wohnung ist bei Booking mit 9.9 gelistet, die höchste Wertung in Friesland von allen Unterkünften. Natürlich freuen sich die netten und hilfsbereiten Eigentümer auch über Direktbuchungen. Die Website lautet: www.martenatuinhuis.nl  .

Im parkähnlichen Garten sitzen in zwei Bäumen Vögel, die von weitem aussehen wie grau/hellbraune Tauben , aber wunderbar singen. Der eine plustert sich immer auf, ist wohl das Männchen und macht Minnemusik für das Weibchen auf dem anderen Baum.

Nach unserer Ankunft fährt der Inhaber (Mello-unser Alter) mit uns durch den Ort, zeigt uns wo wir später kostenfrei parken können, zeigt Sehenswürdigkeiten, welche Restaurants gut und welche ok und welche nicht gut sind, Supermärkte, den besten Bäcker, den Fahrradverleih. Sehr hilfreich.
Die Eigentümer Mello und  Rim Abma haben einen Innendekorationsladen unter anderem mit Farrow & Ball Farben.

Der Geschmack zeigt sich sofort in unserer großartigen Wohnung. Einziger Nachteil:Zumindest für Kinder und Gehbehinderte ist die Wohnung nicht geeignet, da eine eigenwillige Außen-Treppenkonstruktion in den ersten Stock führt, die besteht aus einem Teil Wendeltreppe, einem Teil Rampe und einem Teil normaler Treppe mit langen Stufen, alles aus Metall. Die Wohnung beginnt im ersten Stock mit Wohn/Ess/Kochbereich  und Bad und einer sehr schönen Terrasse. Im Kühlschrank steht Wein und ein Orangenkuchen, die lokale Spezialität. Kaffee und Tee ist auch vorhanden.
Vom Wohnbereich führt eine Treppe in den Dachboden mit zwei Schlafzimmern und einem Hauswirtschaftsraum. Die Treppe ist auch ein bisschen gedreht und im übrigen so wie auf einem Schiff. Alkohol verbietet sich so aus zwei Gründen in diesem Haus: Erstens muss man alle Sinne beisammen haben für die Treppe und zweitens möchte man nachts nicht zu oft auf die Toilette, dafür muss man ja runter in den ersten Stock.

Ich habe dann noch ein bisschen etwas eingekauft, wir haben keine Lust mehr essen zu gehen, weil wir am Mittag in Köln noch gegessen hatten. Jetzt freue ich mich auf Bauernbrot, Käse und Radieschen!

Jetzt sitze ich auf dem Sofa und höre die Vögel singen und die Kirchturmuhr immer wieder einmal schlagen. Beethovens Fünfte und Beethovens Neunte als Glockenspiel, immer zur halben oder vollen Stunde abwechselnd.

Der Oranjekoek

Balkon mit Blick in den Garten

Der Wohnbereich mit dem Balkon dahinter.

Koch- und Essbereich

Alter Geschirrschrank

Detail Vorhangkordel

Durchgang zwischen Burg und Innendeko-Laden

Einkaufsstraße Franeker

Bürgerhaus Franeker

Kaufmannshaus Franeker

Typische Haustür

Haus Franeker

Blick von der seitlichen Terrassentür auf das Martina Museum


Donnerstag, 21. Juli 2016

"Urlaubstag" in NRW: Arp-Musum Rolandseck und Barbara Hepworth-Ausstellung

Macht man viel zu selten, lohnt eigentlich immer: Ein Ausflug kann sich wie ein richtiger Urlaubstag anfühlen!
Am vergangenen Sonntag sind wir etwas früher als sonst aufgestanden und über Bonn nach Rolandseck, Stadtteil von Remagen, gefahren. Wir hätten das auch mi dem Fahrrad machen können, aber wir hatten nur bis zum frühen Nachmittag Zeit (gute Ausrede)!

Ziel war das Arp Museum im Bahnhof Rolandseck, wo wir seit seiner Eröffnung des Neubaus  im Jahr 2007 immer noch nicht geschafft hatten, einmal hinzufahren. 

"Hans Arp ist gemeinsam mit Hugo Ball, Emmy Hennings und Tristan Tzara Gründungsmitglied der Dada-Bewegung, die ihren legendären Auftakt am 5. Februar 1916 im Zürcher »Cabaret Voltaire« nimmt. "
Quelle: http://arpmuseum.org/museum/unser-haus/kuenstlerpaar-arp.html

Was hat aber Rolandseck mit Hans Arp zu zu tun? Remagen kennt man von der Sprengung der "Brücke von Remagen" im 2. Weltkrieg (aber das ist eine andere Geschichte) und dem gleichnamigen Film, ein Bezug zu Hans Arp ist mir nicht geläufig..

Auf der Internetseite des Museum (Quelle auch für alle Folgezitate: www.arpmuseum.org)wird zunächst zur Geschichte des Bahnhofs und seiner Architektur  ausgeführt:

"1825 wurde in England die erste Eisenbahnstrecke der Welt in Betrieb genommen. Dreißig Jahre später fuhr die Eisenbahn auch nach Rolandseck. Der spätklassizistische Bahnhof Rolandseck, 1856 von Baumeister und Ingenieur Emil Hermann Hartwich (1801–-1879) vollendet, ist auch heute noch an den Schienenverkehr angeschlossen. Es ist der Blütezeit der Rheinromantik im 19. Jahrhundert zu verdanken, dass das repräsentative Bahnhofsgebäude in dem kleinen Ort steht.Umgeben von Ausflugszielen wie dem sagenumwobenen Rolandsbogen, dem Drachenfels nebst Burg und Ruine und der Burg Stolzenfels, fügt sich der Bahnhof als Schauplatz gesellschaftlicher und künstlerischer Ereignisse bestens in die malerische Rheinlandschaft ein.
Abseits der wichtigen Verkehrsknotenpunkte gelegen, blieb das Gebäude glücklicherweise von der Zerstörung in zwei Weltkriegen verschont. Heute gilt es als bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Kunstgeschichte und des frühen deutschen Eisenbahnbaus. Der Bau spiegelt als repräsentatives Zeugnis der Ingenieurskunst das neue Architekturverständnis des industriellen Zeitalters wider. Vor allem die ornamentierten Stützen und Geländer der Terrassen sind markante Zeugnisse des rheinischen Eisenkunstgusses. Der Architekt Hartwich war geprägt vom klassizistischen Stil des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel."

Mehr zum Altbau kann man auf der Website nachlesen. Der Neubau ist in den bewaldeten Hang hinter dem Bahnhof eingebettet. Ein langer Gang führt zunächst unter den Gleisen hindurch, ein Tunnel (siehe Bild mit der Schlangenspirale) führt  in den Berg und zum Aufzug nach oben zum hochgelegenen Museumsteil.  
Dazwischen befindet sich seit 2009 die Dauerausstellung der Sammlung Rau (der in Afrika tätige Arzt, nicht der Ex-Minister- und Bundespräsident Johannes Rau ) mit wechselnden Präsentationen. Als wir da waren, waren Gemälde und Fotografien aus den Unicef Fotopreisen zur Lebenswelt von Kindern und Menschen einander gegenüber gestellt. Hier folgen nun von der Website des Museums (s.o.) Ausführungen zur Museumseröffnung und dem grossartigen Neubau durch den Architekten Meier. 

"Die Wände im Aufzugschacht sind nicht verkleidet. Stattdessen erkennt man durch die Scheiben der gläsernen Aufzüge noch die Spuren der riesigen Hohlbohrer, die sich hier in die Erde gefräst haben. Aus dem engen, dunklen Schacht gelangt man hinauf in den lichten, mit Milchglas geschlossenen Kegelstumpf, der bereits von unten zu sehen war. Ein schmales Band aus klarem Glas gibt bereits den Blick nach draußen frei und lässt die Aussicht erahnen, die uns beim Verlassen des Aufzugs erwartet: Die mit einem Aussichtsbalkon versehene, gläserne Passage, die Aufzugturm und Hauptbau verbindet, bietet einen wunderbaren Ausblick auf den Rhein und das Siebengebirge."

Man kommt  auch über das offen gestaltete Treppenhaus direkt neben dem gläsernen Aufzug auf die obere Ausstellungsebene nach oben. Am Anfang steht die Warnung: 320 (oder so ähnlich, ist nur aus meiner Erinnerung wiedergegeben) Stufen. Ich nehme den Aufzug. Ein Fotos durch die Glaswand im Aufzug auf die Wand/Bohrlochbefestigung ergibt ein interessantes Vexierbild. Es sieht so aus, als wären die Halbsäulen, die die Schachtwand befestigen Hosenbeine, die in meine blauen Sneaker münden.

"Johannes Wasmuth hatte den amerikanischen Architekten Richard Meier bereits in den 1970er Jahren kennen gelernt. Gemeinsam entwickelten Sie Pläne für ein Museum, das der Kunst Hans Arps und seiner Frau Sophie Taeuber-Arp gewidmet sein sollte. Die Ideen waren zahlreich, doch die finanziellen Mittel fehlten und so konnten die Pläne zunächst nicht realisiert werden.

Richard Meier, der dem Projekt treu geblieben war, hatte in der Zwischenzeit seine Erfahrungen im Museumsbau erweitert. Mit Bauten wie dem High Museum of Art in Atlanta, dem Museum für zeitgenössische Kunst in Barcelona und dem Getty Center in Los Angeles ist er heute einer der weltweit wichtigsten Architekten für den zeitgenössischen Museumsbau.
Nachdem die Finanzierung des Projekts mit Hilfe von politischer Seite und durch Mittel des Landes Rheinland-Pfalz sowie dem Bonn-Berlin-Ausgleichsfonds schließlich stand, nahm das Arp Museum 2000 offiziell seinen Betrieb im Bahnhof Rolandseck auf. Parallel zu den umfassenden Renovierungsarbeiten des Bahnhofs erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau auf den Rheinhöhen. Im September 2007 wurde der Museumskomplex von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, eröffnet."

Wieso aber kam denn nun gerade Dada Kunst in den Bahnhof Rolandseck und den dazugehörenden Neu-Anbau?
Dies hat mit der Geschichte des romantischen Rheintals zu tun, in dem es viele Villen mit Blick auf den Rhein gab und viele bekannte Anwohner und Besucher:

"Der Bahnhof Rolandseck wurde zum Treffpunkt der bürgerlichen Gesellschaft, die hier gern verweilte und feierte. Während des Kaiserreichs und bis zum zweiten Weltkrieg besuchten zahlreiche Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Kultur den Bahnhof.Unter den Besuchern waren Königin Viktoria von England, Kaiser Wilhelm II. und Reichskanzler Bismarck. Auch bedeutende Künstler wie Heinrich Heine, Karl Simrock, die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm sowie Friedrich Nietzsche kehrten im Bahnhof ein. Johannes Brahms und Clara Schumann gaben hier Konzerte. George Bernhard Shaw verlegte die Szene eines Theaterstücks in den Bahnhof und Guillaume Apollinaire schrieb in Rolandseck einen Großteil seiner in Deutschland entstanden Gedichte."

Interessant, es erklärt aber noch nicht Dada. Nur, dass es hier um ein absolut schützenswertes bauliches Ensemble ging, dessen Abriss den Charme des Rheintals  verringert hätte. Nach dem 2. Weltkrieg war die Rheinromantik aber nicht das Erste, das den Menschen am Herzen lag. Auch spielte der Widerwillen gegen Nazi-Gedankengut und die Vereinnahmung deutscher romantischer Ideale eine Rolle. Also geriet der Bahnhof in Vergessenheit, der Abriss drohte.

"Kurz vor dem geplanten Abriss im Jahr 1964 entdeckte der Bonner Galerist Johannes Wasmuth (1936 – 1997) das Gebäude. Er übernahm den verlassenen und maroden Bahnhof und begann seine Vorstellung eines Kunstortes zu verwirklichen. Dabei fand er die Unterstützung zahlreicher prominenter Freunde und Künstler. Zusammen mit dem Pianisten Stefan Askenase und Yaltah Menuhin, der Schwester des Geigers Yehudi Menuhin, gründete Wasmuth 1965 die Gesellschaft »arts and music«. Mithilfe dieser verschaffte er jungen Künstlern aller Sparten Auftritts- und Arbeitsmöglichkeiten im Bahnhof. Zahlreiche Gäste und Künstler aller Sparten besuchten Rolandseck und nahmen an den Aktivitäten teil. Zu den bekanntesten zählen:Martha Argerich, Leonard Bernstein, die russischen Pianisten Elisabeth Leonskaja und Swjatoslaw Richter, Marc Neikrug und die Zigeunerkapelle Reinhard sowie Jazz-Star Duke Ellington. Bildende Künstler wie Gotthard Graubner, Sigmar Polke, Gerhard Richter und die Mitglieder der Künstlergruppe Zero waren häufig zu Gast. Besonders die Verbundenheit Günther Ueckers zu Johannes Wasmuth ist auch heute noch zu bestaunen: Der Künstler verlieh ihr Ausdruck in der Installation »Nagelbett«, die er für seinen Freund gestaltete und die heute ein Teil der Kunstsammlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck ist.

Zum wichtigsten Ereignis für die neuere Geschichte des Künstlerbahnhofs kam es im Juni 1969. Johannes Wasmuth hatte Schwierigkeiten, sein ambitioniertes Kulturprogramm in Rolandseck zu finanzieren. Deshalb organisierte er ein Fest zur Rettung des Bahnhofs. Etwa 600 Gäste waren eingeladen. Es kamen mehr als 3000 Menschen. Dem vorausgegangen war ein glühendes Manifest des berühmten französischen Pantomimen Marcel Marceau. Mit diesem forderte er die Erhaltung des Bahnhofs als Kunstort. In dem Manifest beschwört Marceau ein: 'Univers à Rolandseck ( ... )Hier wird die Zauberwelt sich auftun, und der Zauber wird in uns wach werden. Der Bahnhof Rolandseck wird das Theater sein, in dem sich alle Künste vereinen, um das Wunderbare zu schaffen.` "

Und schon sind wir bei der modernen Kunst angelangt. Es bleibt allerdings immer noch die Frage, wieso gerade Arp. Dies hat wieder mit Johannes Wasmuth zu tun:

"Schon seit 1959 war Johannes Wasmuth mit der Familie Arp bekannt. Arps zweite Frau und Witwe Marguerite Arp-Hagenbach übertrug ihm 1977 einen Teil des Nachlasses. Hieraus entwickelte sich eine Lebensaufgabe für den Retter des Bahnhofs Rolandseck. Der Bahnhof bot endlich eine Möglichkeit, den Nachlass angemessen zu präsentieren.

Wir sind von der Architektur des Gebäudes sehr angetan, immer wieder erlauben Fenster den Blick nach außen ins Grüne, auch dort sind Kunstwerke platziert. Von zwei Terrassen hoch oben über dem Rhein breitet sich ein wunderbares Rheinpanorama aus. 
Auf der oberen Ebene ist derzeit noch bis Ende August eine sehr lobende Ausstellung der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth. Ihr Name hat uns endlich dazu bewogen, hier einmal hin zu fahren.Barbara Hepworth hatte ein Atelier in St. Ives, dass aus dem Erbe der Tate Gallery gestiftet wurde und zur Tate  Cornwall gehört.

Mehr als 100 Werke gehören zur Ausstellungen, die meisten von ihr, aber auch solche von Wegbegleitern wie Henry Moore und Ben Nicholson. Mehr zu Barbara Hepworth findet man auf der Seite der Tate Gallery: http://www.tate.org.uk/visit/tate-st-ives/barbara-hepworth-museum-and-sculpture-garden

.Die Exponate fand ich sehr eindrucksvoll und sie haben mich sehr angesprochen. Wir haben uns fest vorgenommen, Ende August das Studio von ihr in St. Ives, Cornwall zu besichtigen. Wir waren in St. Ives schon mehrfach in der tat Cornwall, aber noch nie im Studio.

Nach der Ausstellung haben wir uns auf der Wiese vor dem Bahnhof erst einmal in zwei der bereitgestellten Liegestühle gelegt und durch die Sonne hindurch blinzelnd auf die Wolken über dem Rhein geguckt. Passend zur Skulptur "Doc Fleshfeed- Feuerrotes Drachenbaby" schaut man auf den Drachenfels, einer der sieben Spitzen des durchgezählten Siebengebirges. Unten fährt geschäftig die Autofähre, die auch Siebengebirge heißt ,zwischen Rolandseck und Bad Honnef/Linz hin und her. Viele Rdfahrer sind auf dem Uferweg unterwegs. Zur Bahnhofsterrasse nimm zweiten Stock des alten Gebäudes gehen immer mehr Besucher, Mittagszeit.

Eigentlich keine richtig schlechte Idee und wir folgen ihnen, noch nicht wirklich hungrig, aber ein Cappuccino und ein Ciabatta gehen immer. Schöne "location", gut für Hochzeiten mit Rheinromantik pur in modernem Ambiente, aber Kristallkronenleuchtern. Schön!

Ich gehe zur Toilette, die eine Etage tiefer liegt und die alte Bahnhofstoilette ist. Weiße Emailschilder auf den Türen kennzeichnen die Toilettenräume, "Frauen" steht auf der  richtigen Tür, nicht etwa Damen. Ich gehe trotzdem rein. Ein Extraerlebnis, da die Toilettenräume , wie das Schild schon vermuten liess, nicht neu gestaltet wurden, fast jedenfalls. Alte Terrazzoböden und Abtrennungen. Aber Wandmalereien überall und damit hat es die folgende Bewand(buchstäblich)nis:

An der Außentreppe der ersten Etage befinden sich die öffentlichen Bahnhofstoiletten. Sie wurden bereits 1972 vom britischen Künstler Stephen McKenna ausgestaltet und geben als bleibendes Andenken einen Eindruck vom illustren Künstlerbahnhof der 1960er und 70er Jahre.

Ich zitiere die 60er und 70er insoweit mit einem ihrer Slogans "Make love not war". (siehe Fotos).

Unser Ausflug führt uns nun noch per Fähre (einfache Fahrt 3,40) über den Rhein. Leider hört die Romantik auf der anderen Seite erst einmal auf. man kommt durch ein Gewerbegebiet und dann nicht auf die Rheinuferstraße nach Königswinter (die es eigentlich doch gibt?!) sondern auf eine vierspurig ausgebaute Schnellstraße. Na ja, wir wollen ja noch ´was mit Tjorven unternehmen, also müssen wir sowieso zurück.
Aber das nächste Mal möchte ich nach Nonnenwerth. Vielleicht sogar per Fahrrad...!
Der Bahnhof Rolandseck

Doc Flashflesh-Feuerrotes Drachenbaby von Jonathan Messe, 2008

Blick von oben auf den Bahnhof, Rhein, Fähre Siebengebirge

Surreales Bild aus dem Aufzug

Dr Schacht, von der Treppe aus

Durchgang Arp Museum

Kaa-Die Schlange, Barbara Trautmann 2007

Obere Ebene Arp Museum, Blick auf den Aufzugschacht

Obere Ebene Arp Museum

Deckengestaltung Arp Museum

Blick auf den Rhein

Ausstellung Barbara Hepworth

Barbara Hepworth, Mutter und Kind

Sphäre aus afrikanischem Holz, B. Hepworth

Sphäre aus afrikanischem Holz, B. Hepworth

Museumsbesucher, Sichtachse nach draussen

Bronze, B.Hepworth

Bronze B.Hepworth


Bild Wand Arp Museum Zwischenfoyer

Vor dem Museum, Rheinblick Bad Honnef

Wandgemälde "Frauen"toilette

Nochmals Kaa von B.Trautmann

Halten vor der Fähre....




Dienstag, 12. Juli 2016

Sinn und Unsinn von Kreuzfahrten

Würde ich noch einmal eine Kreuzfahrt machen?
Nein, es sei denn, die Destination ist nur so am besten erreichbar. Grönland/Spitzbergen vielleicht, Antarktis oder eine Flusskreuzfahrt auf dem Amazonas.

Ich habe in verschiedenen Kreisen von unserer Kreuzfahrt erzählt. Dabei habe ich immer klar gesagt, dass es Spaß gemacht hat mit den Freunden und ein schöner Urlaub war. Aber ich habe natürlich auch ausgeführt, dass es nicht die richtige Urlaubsart für mich ist und warum. Und, dass ich manchmal die Kabinenwand hochgegangen bin...!


Gut 29 Prozent der Reisen der Bundesbürger haben Deutschland  zum Ziel, rund 71 Prozent gehen ins Ausland. 8,1 Prozent der Reisen sind Fernreisen, rund 3 Prozent sind Kreuzfahrten, der Rest verteilt sich zu zwei Drittel auf Mittelmeerflugziele und ein Drittel auf
Reisen mit dem Pkw in Nachbarländer. Quelle: 
https://www.drv.de/securedl/0/0/1468432228/cb9ec41ab9c5141e3e32eb31655e0c26530f22f7/fileadmin/user_upload/Fachbereiche/Statistik_und_Marktforschung/Fakten_und_Zahlen/16-07-06_Zahlen_und_Fakten_2016_-_aktualisiert_und_deutsch.pdf

Nach den vorgenannten Zahlen des DRV sind Kreuzfahrten noch kein Massenphänomen, aber es ist eine wichtige Wachstumsbranche.

NACHFRAGE ÜBERSTEIGT KAPAZITÄTEN


  • Erneuter Passagierrekord mit 1,81 Millionen im Jahr 2015
  • 2,87 Milliarden Euro Reiseumsatz
  • 15,75 Millionen Übernachtungen deutscher Passagiere auf hoher See
  • Neue Schiffe werden Wachstum 2016 weiter ankurbeln
Die Nachfrage deutscher Urlauber nach Hochsee-Kreuzfahrten ist ungebrochen. Insgesamt 1,81 Millionen Gäste reisten 2015 mit einem Kreuzfahrtschiff, was einem Wachstum von 2,3 Prozent (2014: 1,77 Millionen Gäste) entspricht. Das ist das Ergebnis der Studie „Der Hochsee-Kreuzfahrtmarkt Deutschland 2015“
Quelle:https://www.drv.de/fachthemen/schiff/detail/deutsche-kreuzfahrtbranche-waechst-auf-mehr-als-18-mio-passagiere.html


1,81 Millionen Passagiere (and counting...) ist aber eine große Zahl von Urlaubern , mehr als die 1,5 Mio. Kurzurlaube der Deutschen in London.

Was ist so interessant daran?

Argument 1: Wie kann ich sonst in so kurzer Zeit so viele Ziele sehen?
Stimmt. Man fährt mit dem Schiff ja auch nachts, der Wechsel des Urlaubsortes funktioniert sozusagen im Schlaf.

Meine Meinung dazu: Will man das denn überhaupt? "Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort", hat schon in den 70er Jahren Hannes Wader gesungen. Wenn man Länder pro Urlaub sammeln möchte, könnte das Sinn machen. Wenn man Länder pro Urlaub kennenlernen möchte, macht es keinen Sinn.
Man sieht nämlich nicht viel! Zunächst einmal muss man spitz rechnen, wie teuer einer der Landausflüge ist. Teuer! "Upselling" schwemmt Geld in die Schiffskasse. Dafür darf man bevorzugt vom Schiff (die Busse warten ja), Individualtouristen müssen warten. Der Preis ist im doppelten Sinne hoch: Man bewegt sich bei diesen Ausflügen immer  in einer Masse Mensch fort , anfangend beim Sammeln vor dem Landgang in der Lounge, fortgeführt mit dem Bus, dazu kommen, wenn man Pech hat, noch die Busse der anderen 3 Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Und wenn man ganz viel Pech hat, ankert das Schiff soweit von der Destination entfernt, dass man einen erheblichen Teil des Ausflugs im Bus verbringt. Die Zeit reicht immer für ein paar Fotos. Sie reicht aber selten für ein langsames Bummeln, für das Verweilen auf einer Parkbank oder in einem Café. Vor allem gibt es keinen Raum für Spontanität.

Nimmt man -wie wir- nicht an einem organisierten Ausflug teil, ist das aufwändig. Man muss sich genau über die Destinationen und Ausflugsziele in Reichweite informieren. Manche Schiffe bieten im Hafen auf dem Kai Mietwagen an. Viele aber nicht. Mietwagenunternehmen sind aber nicht unbedingt direkt am Kai angesiedelt und gerade in kleinen Destinationen gibt es nur eine beschränkte Zahl von verfügbaren Wagen.

Schiffe legen auch nicht immer im Yacht- oder malerischen Fischereihafen des Städtchens an, sondern leider öfters mal im Gewerbehafen außerhalb. Wenn man Glück hat, gibt es einen Shuttlebus UND das Städtchen ist nett und lohnt sich. Sonst muss man noch mit dem Taxi, Bus oder Zug weiterfahren. Auch dies bedeutet, dass man sich im Vorhinein gut informieren sollte.

Welche Variante man auch wählt, es ist immer nur ein klitzekleiner Ausschnitt, den man zu sehen bekommt. Die Zeit ist zu kurz. Sie wird noch kürzer dadurch, dass man bei der Ausflugsplanung berücksichtigen muss, dass man bereits eine halbe bis eine Stunde vor der Abfahrt wieder an Bord sein muss. Zur Sicherheit nimmt man daher nicht den letzten passenden Bus zurück zum Hafen, sondern lieber den vorvorletzten.

Ist die Abfahrt, wie häufig, z.B. für 17.00 oder 19.00 Uhr geplant, ist das Licht gut zum Fotografieren der Abfahrt und passend für das (bereits bezahlte) Abendessen an Bord. Aber man kommt nicht dazu, landestypische Tapas, oder Mezze oder Pasta oder Pies zu essen. Immer nur die Küche an Bord im immergleichen Ambiente. Zwar mannschaftsbedingt sprachlich durchaus international, aber nicht landestypisch bezogen auf die Reiseziele.

Man weiss, dass der Rosé in der Provence besser schmeckt als zuhause und der Malzwhisky in Schottland auch. Kreuzfahrer sind immer in der Hansebar, im Captain´s Club oder ähnlichen Barbezeichnungen mit maritimem Anklang. Noch schlimmer: Bei der Vorbeifahrt an der Isle of Skye gab es bayerischen Frühschoppen.

Argument 2 , unter Bezugnahme auf Argument 1:
"Ich weiss, man sieht nicht viel vom einzelnen Reiseziel, aber man bekommt einen Eindruck und  wo es einem besonders gut gefällt, kann man doch noch einmal in Ruhe wieder hin."

Meine Meinung:
Macht dann aber keiner.

Argument 3, unter Bezug auf Argument 1:
"Ich muss nicht immer das Zimmer wechseln und den Koffer neu packen"

Meine Meinung:
"Das ist dann wie eine Busrundreise im Wohnmobil".
Man kann statt dessen auch eine Rundreise machen und NICHT jeden Tag das Hotel wechseln. Dann sieht man vom einzelnen Ziel nämlich mehr. Man kann auch so packen, dass das Kofferpacken schnell geht. Mit unterschiedlichen Unterkünften lernt man mehr über die Vielfalt des Landes. Man kann anhalten, wo man will und wann man will.
Ein Wohnmobil hat gegenüber dem Schiff wenigstens noch den Vorteil der Freiheit der Selbstbestimmung.

Jedenfalls musste ich mich immer schütteln, wenn bei der Abfahrt der Kreuzfahrtdirektor per Lautsprecher die Passagiere zurück willkommen hiess: " Liebe Gäste, wir hoffen, dass es Ihnen in XYZ gut gefallen hat, willkommen zurück zuhause"?!

Argument 4:
Man hat ganz viele tolle Angebote zur Freizeitgestaltung auf dem Schiff.

Meine Meinung:
Cool für eingefleischte Robinson-Aldiana-Freizeitpark-Fans. Wenn man es mag.
Ich würde dann schon eher in ein Resort-Hotel gehen, da kann man auch mal weg, wann und wohin man will. Eines der neuen Super-Kreuzfahrtschiffe wird einen (echten) Wald auf Deck haben. Seriously?
Warum fährt man dann nicht in die Eifel, nach Kanada oder nach Finnland, wenn es Wald sein soll.

Argument 5:
Kreuzfahrten sind ideal für alte Leute, für Reiseunerfahrene, für Leute mit körperlichen Handicaps.

Meine Meinung:
Kommt darauf an. Auf kleineren Kreuzfahrtschiffen ist die Zahl der Aufzüge limitiert, die Rampen sind nicht ideal für Gehbehinderte. Manchmal schwankt das Schiff ganz ordentlich. Die Wege können weit sein. Bei Ausflügen zahlt man viel. Abgesehen von Flusskreuzfahrten sieht man von Bord aus nur in Hafennähe etwas vom Land. Auf der Plusseite sind die ärztliche Versorgung (bis hin zur Dialyse je nach Schiff) an Bord und die Geselligkeit. Auch Fremdsprachenkenntnisse sind je nach Crew nicht notwendig. Leider grassiert zuweilen der Norovirus.

Zusammenfassung:
Kreuzfahrten haben einen  Faktor Freiheitsberaubung.
Kreuzfahrten bedeuten viele Menschen an einem Ort.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist -insbesondere im Hinblick auf die Ausflüge-schwierig. Hinzukommt, dass die Reisen teilweise sehr billig angeboten werden, die Preise schwanken ordentlich, dies führt zu einem starken Gefälle zwischen Vollzahlern und Schnäppchenjägern.
Kreuzfahrten kratzen nur an der Oberfläche, was das Kennenlernen einer Destination angeht.
Individualreisende kommen nicht auf ihre Kosten. Für die macht es nur da Sinn, wo es auf die Wahrnehmung gerade vom Boot aus ankommt. Eisberge, Pinguine, Eisbären, Narwale lassen sich so gut beobachten. Aber wenn, dann bitte von einem kleinen Schiff mit Expeditionscharakter. Dafür muss man allerdings heftig sparen..-oder träumen. Eine Woche Antarktis ab Ushuaia in Argentinien kostet gerne € 8.000,00 pro Person - nicht gerechnet die Anreise und das Hotel und Steak in Buenos Aires.

Was hat mir gut gefallen auf der Kreuzfahrt "Frühlingsfrisch und maigrün"- an Britanniens Küsten" mit der MS Astor:

Die Hafenein- und ausfahrten waren häufig sehr schön. Kein "Gänsehautmoment", wie die Aida-Werbung dies merkwürdigerweise nennt. Einfach nur schön zum Gucken!

Ein Morgenkaffee um 7.00 Uhr, fast allein, an Deck.

Mit den Freunden sich zum Frühstück oder Abendessen treffen.

Unsere selbst gebastelten Ausflüge. Dass sie zu kurz waren, war nicht so schlimm, da wir die meisten Ziele schon gut kannten.

An Deck lesen oder spielen. Aber nur zwei Stunden oder so. Danach wäre ich lieber richtig Spazieren gegangen.



"Mein Schiff 1" der TUI, von der "MS Astor" aus gesehen.

Platzangst schön getrunken.

Kabine auf der MS Astor

Endlose Gänge

Außendecks der MS Astor

Sundowner

Schöne Blicke beim Ausfahren in der Abendsonne.




Sonntag, 22. Mai 2016

8. Tag MS Astor: Von Invergordon nach Western Ross, Schottland

Heute ist wieder Mietwagentag! Am Ende des Admiralty Piers ( watch out for the blue gate) ist das Hafenbüro  der kleinen lokalen Autovermietung.
Wir fahren bis Dingwall entlang des Cromarty Firth und dann immer in Richtung Westen durch West-Rosshire an die Kueste in Shieldaig ( Kaffeepause und Schafe) und
dann 40 km auf einer kleinen einspurigen Straße immer oberhalb des Meeres bis Applecross. Danach über einen tollen Pass , erbaut 1822 , gleichzeitig die dritthöchste Straße in GB bis Kishorn und Lochcarron. wir sehen auf der anderen Seite des Sundes Plockton liegen. Leider müssen wir auf die Uhr achten und muessen wir uns nach der Mittagspause mit Fish & Chips und Hebrideaner Gold Ale von der Isle of Skye ( auszugsweise Auswahl) auf den Rueckweg machen. Leider gibt die Tastaturfunktion des Handy gerade ein wenig ihren Geist oder zumindest die Luft auf/aus.

Hier noch einmal die Bilder aus Western Ross und Invergorden, die auf dem Schiff nicht übertragen werden konnten:
Western Ross bei Torridon

Torridon Mountain Range

Lamm in Shieldaig

Shieldaig

Kanus in Shieldaig

Häuser in Shieldaig

Pub in Shieldaig

Im Pub

Shieldaig

Gegenwind

Passstraße von Applecross nach Lochcarron

Abschiedskonzert Piper and Drums

Pier von Invergordon: Tain Pipe Band

Dorf auf der Black Isle

Ölbohrplattform und schneebedeckte Berge, Blickrichtung Inverness

Sonnenuntergang Nordschottland

Sonnenuntergang mit Schiffen, Nordschottland

Sonnenuntergang Nordschottland

Hochlandrind